Welver - Früh wie selten hat die Gemeinde Welver ihre Finanzplanung für das kommende Jahr abgeschlossen.

Am Mittwochabend verabschiedete der Rat den rund 24 Millionen Euro schweren Etat mit den Stimmen von SPD, Welver 21, FDP, Grünen sowie Bürgermeister Uwe Schumacher. CDU und BG lehnten das Zahlenwerk ab. „Solide, ausgewogen, zukunftsfähig“ – so bezeichnete Klaus-Theo Rohe (SPD) den Haushalt. Die gute Vorarbeit der Finanzfachleute im Rathaus sei bis zur Verabschiedung von den vier zusammenarbeitenden Fraktionen weiter optimiert worden. Die Gemeindeentwicklung im Zentrum und auf den Dörfern bleibe neben der strukturellen Reform der Verwaltung das übergreifende Thema des Jahres 2018. „Wir, die Politik, können heute ein gutes, ein gemeinsames Signal für Welver setzen“, schloss Rohe seine Ausführungen. 

Kay Philipper (Welver 21) bemühte die Asterix-Lektüre als Vergleich zu den Verhältnissen in Welver, das er als bei der Bezirksregierung in Ungnade gefallenes gallisches Dorf bezeichnete. Trotz der Schwierigkeiten und der chaotischen Führung durch Häuptling Majestix (womit Schumacher gemeint war) habe man einen ordentlichen Etat aufgestellt. „Ein Haushalt, der mit einem positiven Ergebnis abschließt und die von uns schon lange vermuteten, aufgeblähten Haushaltpositionen aufdeckt und richtig berechnet.“ Schumacher riet er, sich nicht länger als Häuptling auf einem Schild tragen zu lassen. „Vielleicht sollten sie in nächster Zeit einmal darüber nachdenken, ob es im Sinne von Welver nicht besser ist, wieder zu Fuß zu gehen“ – eine Rücktrittsaufforderung durch die Sprechblase. 

„Unseriös“ und deplatziert nach Ansicht von Wolfgang Daube (CDU). Er monierte am Haushalt 2018 ein fehlendes Wirtschaftswegekonzept, zu wenig Investitionen für die Feuerwehr, in die Bördehalle und Planungen für das Bahnhofsumfeld. Die beschlossene Gründung einer Gemeindeentwicklungsgesellschaft sei der falsche Weg. 

Cornelia Plaßmann (Grüne) stimmte zwar für den Haushalt, vermisste aber von der Verwaltung eine solide Planung, insbesondere im Bereich der Bildung. 

Monika Korn (FDP) begrüßte die jüngste Entwicklung und sagte: „Nach 15 Jahren Stillstand blüht Welver wieder auf.“ 

Tim-Fabian Römer, dessen BG mit einigen Anträgen in den Beratungen scheiterte, beklagte eine Reihe unnötiger Ausgaben, unter anderem „aussichtslose“ Rechtsstreitigkeiten der Ratsmehrheit. 

 

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