HANS-JÜRGEN THIES WILL MEDIZINISCHE VERSORGUNG VOR ORT SICHERN

Thies möchte alle Möglichkeiten nutzen, um die medizinische Versorgung zu sichern. Er denkt dabei u.a. an die Telemedizin, an mehr Gemeinschaftspraxen und an mobile Ärzte. Wenn die medizinische Versorgung vor Ort nicht gesichert ist, verliert die Region an Attraktivität, begründet er seinen Vorstoß.

Für Hermann Gröhe ist klar: „Zu einem guten Sozialstaat gehört es, dass egal, wo Du lebst, egal was Du verdienst, Du eine gute medizinische Versorgung hast.“ Für ihn ist eine bessere Vernetzung der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens wichtig. Ausdrücklich unterstützt er den Vorschlag von Hans-Jürgen Thies, die Telemedizin weiter auszubauen.

„Wir brauchen eine gute Grund- und Regelversorgung vor Ort, sonst geht viel Lebensqualität verloren“, rief er den rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörern zu. Die CDU-geführte Regierung sei bereits tätig geworden, in diesem Zusammenhang sprach er die Landarztquote an. Positiv bewertet er die Bemühungen der neuen NRW-Landesregierung, an der Universität Bielefeld eine medizinische Fakultät zu errichten, und den geplanten medizinischen Studiengang an der Universität Siegen.

Dr. Nina Hein, hausärztlich tätige Internistin, bemängelte den „Verwaltungswust“, der auf die Mediziner zukomme und vor allem junge Ärzte abschrecke, sich selbständig zu machen. Sie habe sich bewusst gegen die Selbständigkeit entschieden, da sie sonst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf „nicht unter einen Hut“ bekommen würde. Zudem sei ihr das wirtschaftliche Risiko, eine eigene Praxis zu gründen, zu hoch gewesen. In die gleiche Richtung argumentierte der Lippstädter Apotheker Hubert Neuser, der ebenfalls das wirtschaftliche Risiko, das ein Apotheker eingeht, ansprach.

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